Blutspenden - Aufruf zu Diskriminierungstopp transidenter Personen

Blutspenden – Aufruf zu Diskriminierungstopp transidenter Personen



In einem Offenen Brief fordern Initiativen ein “umfassendes Diskriminierungsverbot beim Zugang zur Blutspende”. Insbesondere wird in dem Schreiben dabei auf transidente Personen hingewiesen. Denn “während von einem Ende der Diskriminierung von Männern, die Sex mit Männern haben, gesprochen wird”, würde jene Transidenter nicht Teil der Debatte sein. Aus dem Ministerium hieß es am Donnerstag, dass die Reform der Blutspendeverordnung jegliche Diskriminierungen beheben werde.

Anlass für das an Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) und Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) gerichtete Schreiben ist die vor rund zwei Wochen bekannt gewordene, weitestgehende Verständigung der Bundesregierung auf ein Ende des Ausschlusses von Homo- und Bisexuellen vom Blutspenden. Ein derartiger Verordnungsentwurf befinde sich in der letzten Runde der Abstimmungsgespräche der Koalition, hieß es Ende April vonseiten der Parlamentskorrespondenz. “Wer mit Blutspenden helfen will, soll nicht wegen der sexuellen Orientierung daran gehindert werden”, wurde Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) zur geplanten neuen Blutspendeverordnung zitiert.

Beim Roten Kreuz ausgeschlossen

Aufgrund von “unwissenschaftlicher Basis und ohne Berücksichtigung der individuellen medizinischen Hintergründe jeder transidenten Person” würden diese etwa beim Roten Kreuz ausgeschlossen, kritisierten am Donnerstag jedoch die Verfasser des Schreibens. “Wir die Unterzeichner*innen, sehen es als Kernaufgabe der Politik, Personengruppen wie die Trans-Community vor dieser generellen Diskriminierung durch eine private Organisation zu schützen!”, hieß es im unter anderen von mehreren Bundesländervertretungen der Homosexuellen Initiative HOSI, der SPÖ-Organisation SoHo (Sozialdemokratie & Homosexualität) oder dem Verein TransX unterzeichnetem Schreiben.

Das Ziel der angestrebten Reform der Blutspendeverordnung sei “Diskriminierungen aufgrund von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität bei der Blutspende zu beheben”, hieß es vonseiten des Gesundheitsministeriums gegenüber der APA auf die Frage, inwieweit die abgesprochene Problematik der Diskriminierung von transidenten Personen hier mitbehandelt werde. Die Verordnung befinde sich aktuell in Koordinierung mit dem Koalitionspartner und soll zeitnah vorgelegt werden. (apa)


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